Beschichtungsanlage für OLEDs

Im KTI-Projekt "TAVOLA" wurde zusammen mit der Combivap AG eine Beschichtungsanlage für organische licht-emittierende Dioden (OLEDs) aufgebaut und entsprechende Prozesse zur Strukturierung der emittierenden Flächen entwickelt.

Ziel dieser Anlage und Prozesse ist es, eine hohe Flexibilität in Bezug auf Substrat- und Materialauswahl, sowie kurze Beschichtungszeiten zu erreichen. Verschiedene Methoden zur Strukutrierung der Emissionsfläche werden evaluiert, um flächige und stromsparende Lichtquellen für Spezialanwendungen nach Mass herstellen zu können. OLEDs bestehen meist aus 4 bis 10 verschiedenen Materialien bzw. Schichten, die im Vakuum durch thermisches Verdampfen auf ein Substrat (Glas oder Kunststoff) aufgebracht werden. Dabei variiert die Dicke der einzelnen Schichten von ca. 1 - 80 nm, wobei die Gesamtdicke der OLED etwa 300 nm beträgt. Um bei dieser Vielzahl möglicher Kombinationen von Materialien und Schichtdicken das Optimum zu finden, werden kombinatorische Methoden  eingesetzt, um einerseits chemische Substanzen schnell "auszusieben" (Screening) und im OLED-Bauelement zu optimieren. Die wichtigsten Leistungsparameter der OLED sind dabei Helligkeit, Effizienz und Lebensdauer.

Unter hochreinem Schutzgas (Stickstoff) werden die Bauelemente charakterisiert und verkapselt. Verkapselte OLEDs können mit einer Gesamtdicke von typischerweise 0.2 bis 2 mm realisiert werden. OLEDs decken das gesamte sichtbare Lichtspektrum ab und können gegebenenfalls für UV- und IR-Anwendungen entwickelt werden. Dadurch ist die OLED-Technologie besonders für energieeffiziente Bildschirme, Beleuchtung und Speziallichtquellen geeignet.

Projektpartner

Weitere Informationen

Datum 15.07.2016
Kategorien Photonik / technische Optik ,
Photonik ,
Elektronik ,
Mikro-/Nanotechnik
Institute MNT
Projektleiter Prof. Dr. André Bernard M.Sc. Mathias Mächler