Neue interdisziplinäre Bildungsinitiative SMARTFELD fördert Zukunftskompetenzen 

St.Gallen, 13. August 2018 - Nach über einem Jahr intensiver Vorbereitung hat der Verein Startfeld heute Smartfeld mit einem feierlichen Festakt lanciert. Die Initianten dieser interdisziplinären Bildungsinitiative haben es sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen bessere Startchancen ins digitale Zeitalter zu ermöglichen. Sie schaffen, eine Plattform, die es ermöglicht, Zukunftskompetenzen – mit einem besonderen Schwerpunkt auf Technologie und Kreativität – in authentischen und differenziert fördernden Lernsituationen zu erwerben. 

Mit dem Start des neuen Schuljahres nimmt die interdisziplinäre Initiative Smartfeld, die im St.Galler Startup- Incubator Startfeld beheimatet ist, ihren Betrieb auf. Smartfeld wurde vom Verein Startfeld initiiert, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche auf inspirierende Weise für neue Kompetenzen zu begeistern. Die Initiative wurde ermöglicht durch den einzigartigen Zusammenschluss bedeutender Forschungsinstitutionen und Hochschulen der Ostschweiz: Empa, Fachhochschule St. Gallen, NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs, Pädagogische Hochschule St.Gallen und Universität St.Gallen. Auch soll Smartfeld im Hinblick auf neue Herausforderungen an die Wirtschafts- und Arbeitswelt im digitalen Zeitalter einen gezielten Beitrag zur Weiterentwicklung des Bildungscurriculums leisten. Damit knüpft Smartfeld nahtlos an den Lehrplan 21 an, der zum einen die Aneignung neuer schulischer Kompetenzen vorsieht (Schwerpunkt Medien und Informatik), aber auch klar fordert, dass die Schülerinnen und Schüler ihr neu erworbenes Wissen in einem inspirierenden Lernumfeld lösungsorientiert anwenden können.

 

Für die Zukunftsfähigkeit der Schweiz und für eine maximale Chancengleichheit

Bundeskanzler Walter Thurnherr eröffnete mit seinen Grussworten aus Bern Smartfeld offiziell und wies auf die grosse Bedeutung der MINT-Fächer hin. Mit der Initiative Smartfeld eröffne sich nun eine neue Möglichkeit, das Interesse an diesen Fächern zu wecken und zu verstärken.

Stefan Kölliker, Regierungspräsident und Vorsteher des Bildungsdepartements des Kantons St. Gallen, nannte Smartfeld «einen Glücksfall für den Kanton St. Gallen». Er ging in seinen Ausführungen darauf ein, wie die Aktivitäten von Smartfeld und der IT-Bildungsoffensive wie Zahnräder ineinandergreifen. «Ich würde mir wünschen, derartige Synergien würden auch in anderen Bereichen der Politik öfter funktionieren. Die Bevölkerung und die Wirtschaft im Kanton St. Gallen können von derartigen Schulterschlüssen nur profitieren.»

Der Präsident des Vereins Startfeld und von Smartfeld, Hans Altherr, hob in seiner Einführung die Einmaligkeit des Umfeldes und des neuen Bildungsangebotes hervor: «Die Einbettung ins Startup- Ökosystem von Startfeld stellt sicher, dass junge Menschen auf spielerische Weise mit Jungunternehmern in technologienahen Bereichen in Berührung kommen. Sie können so hautnah einen Teil der neuen Wirtschaft und die Bedeutung von neuen Technologien erleben».

«Komplexe Herausforderungen können nur im Verbund und in interdisziplinärer Herangehensweise gelöst werden», hielt abschliessend Cornelia Gut, Geschäftsführerin Smartfeld, fest. Sie dankte den beteiligten Partnern, sowie zahlreichen lokalen Praxispartnern und Akteuren für ihr grosses Engagement für Smartfeld. 

Startschuss Mitte September – mit dem Smart T-Shirt und weiteren Angeboten

Das offizielle Programm des Smartfelds, das sich an Kinder und Jugendliche von der Primarschule bis zur Sekundarstufe II sowie an Lehrpersonen richtet und unter dem Credo «Technologie + Kreativität» steht, startet am 15. September 2018. Bei der Gestaltung der ausserschulischen Lernangebote standen in Anlehnung an den Lehrplan 21 die gezielte Förderung von Zukunftskompetenzen sowie das kreative und eigenverantwortliche Entdecken im Vordergrund. Bei den Kursen für Lehrpersonen liegt der Schwerpunkt darauf, konkrete Unterrichtsideen und Impulse für den Unterricht zu vermitteln sowie didaktische Hilfestellungen im Umgang mit neuen Technologien und Lernszenarien zu bieten.

Ein zentraler Erfolgsfaktor von Smartfeld ist der Wissenstransfer zwischen Smartfeld und den beteiligten Partnern in beiden Richtungen. So bringen die Partner für die Konzipierung der Angebote die neuesten Erkenntnisse auf ihrem jeweiligen Fachgebiet ein. Gleichzeitig gewinnen sie aus dem Austausch mit den Kindern und Jugendlichen, den Lehrpersonen sowie den anderen Partnern wertvolle Erkenntnisse, die sie wiederum gewinnend für ihre eigenen Tätigkeitsfelder nutzen können. Diese Rückkoppelungsprozesse stellen eine hohe Dynamik und Nachhaltigkeit der angebotenen Themen sicher und ermöglichen eine gezielte Weiterentwicklung der Themenfelder in einer interdisziplinären Vorgehensweise.

Das Basisangebot von Smartfeld beinhaltet unterschiedliche halbtägige Coding-Workshops für Schulklassen von der 5. bis zur 9. Klasse sowie entsprechende Kurse für Lehrpersonen. Das erste Schwerpunktthema von Smartfeld sind smarte Textilien, dabei spielt Kreativität in Natur und Technik eine bedeutende Rolle. In einem Tagesworkshop für Schulklassen der Oberstufe und des Untergymnasiums werden einfache T-Shirts in High-Tech-Textilien (Smart T-Shirt) mit LED-Funktionen umgewandelt und innovative Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Weiter bietet Smartfeld auch einen Tagesworkshop für die 5. und 6.

Klasse zum Thema «Digitale Business Werkstatt – Ideen erfolgreich zum Fliegen bringen» an. Darüber hinaus gibt es im Smartfeld auch Ergänzungsangebote wie zum Beispiel das zusammen mit Namics realisierte Praxisprojekt «Erste Schritte im Coding mit Cubetto» für Kinder zwischen sechs bis acht Jahren und Eltern. 

Das detaillierte Kursprogramm ist unter www.smartfeld.ch zu finden. Es wird laufend ergänzt und angepasst. 

Links

www.smartfeld.ch
The Scope Box «Learning to code» 

Kontakt für Anfragen

Dr. Cornelia Gut-Villa, cornelia.gut(at)startfeld.ch, 076 579 10 09