Systemtechnikprojekt 2011
Systemtechnikprojekt: Bau von kooperierenden Robotern im ersten Studienjahr
Gleich in der ersten Studienwoche werden an der NTB alle neueingetretenen Studierenden in Gruppen eingeteilt und erhalten die Aufgabenstellung, einen Roboter zu bauen, der eine bestimmte Arbeit erledigen muss. Die Studierenden bearbeiten diese Aufgabe während des gesamten ersten Studienjahres und am Ende demonstrieren sie ihre funktionstüchtigen Roboter an einer grossen Schlussveranstaltung einem breiten Publikum. Das Modul findet gleichzeitig in Buchs, St. Gallen und Chur statt und dauert zwei Semester. Jeweils zwei Roboter von verschiedenen Standorten müssen in Kooperation eine gemeinsame Aufgabe erfüllen.
Auf dem Weg der Entwicklung von der ersten Idee bis zum fertigen funktionsfähigen Roboter gehen die Studierenden einen klippen- und erfahrungsreichen Weg. Sie lernen dabei nicht nur Systemdenken, sondern auch Teamfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit, die Fähigkeit zur Kooperation mit einem externen Partner und die Kommunikations- und Präsentationsfähigkeit.
Beachten Sie die Webseiten der Teams und freuen Sie Sich mit uns, zu sehen, was die Studierenden dieses Jahr aus der anspruchsvollen Aufgabe machen!
Aufgabenstellung 2011





Ausgangslage
Produktentwicklung findet heute in der Praxis interdisziplinär statt. Typischerweise braucht es Fähigkeiten aus Mechanik, Elektronik und Informatik. Die Anforderungen an die Entwicklung sind sehr breit.
Aus den genannten Gründen werden Projekte in der Regel von einem Team bearbeitet. Die einzelnen Teammitglieder müssen miteinander kommunizieren und ihre Fähigkeiten während der Entwicklung vernetzen.
In der Industrie wird auch häufig an verschiedenen Standorten entwickelt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein Projekt wird in Teilaufgaben zerlegt, so dass an jedem Standort an klar definierten Teilaufgaben gearbeitet werden kann. Damit diese Aufteilung funktioniert, müssen die Schnittstellen gemeinsam klar definiert werden.
Zielsetzung
Diese Art der Arbeit werden Studierende nach ihrem Studium, also in drei Jahren, in der Industrie erleben. Um die notwendigen Fähigkeiten für die Bewältigung dieser Aufgaben zu erwerben, beginnen sie am besten sofort, hier und jetzt, mit dieser Arbeitsweise. Das Systemtechnikprojekt gibt ihnen dafür den nötigen Rahmen. Sie erleben viele Situationen und werden mit einigen Anforderungen konfrontiert, wie man sie von der Industrie kennt.
Das Systemtechnikprojekt wird in der Regel im Team von ca. 8-10 Personen bearbeitet. Die Teilnehmer eines Teams setzen sich aus Studierenden eines Standortes zusammen und sind hinsichtlich ihrer bisherigen Ausbildung möglichst gut gemischt. Jedes Team baut einen Roboter. Jeweils ein "St. Galler - Roboter" oder ein "Churer - Roboter" kooperiert mit einem "Buchser - Roboter".
Die Studierenden haben die Chance
- ihre eigenen Fähigkeiten und Neigungen zu erkennen, was ihnen die Entscheidungen für die Profilwahl im 2. und 3. Jahr erleichtern wird
- ihre Teamfähigkeit zu schulen, indem Sie sich persönlich und fachlich kennen ler-nen und gemeinsam Probleme lösen
- ihr Wissen nach aussen zu vermitteln
- ihre Eigenverantwortung und Eigeninitiative wahrzunehmen
- Interdisziplinäre Entwicklungsprozesse kennen zu lernen und den Nutzen der Systemtechnik zu erleben
Automatische Montage mit kooperierenden Robotern
Die beiden kooperierenden Roboter befinden sich zu Beginn der Aufgabe auf einer beliebigen Position auf der linken Seite und auf der rechten Seite des Spielfeldes (Bild 1). Am Spielfeldrand befinden sich Halter, in denen sich eine Schraube, eine Mutter oder gar nichts befinden kann. In der Mitte des Spielfeldes befinden sich drei Platten, die zusam-mengeschraubt werden müssen. Die genaue Position variiert in Querrichtung.
Das Ziel besteht darin, dass drei Minuten nach Start die Schraubverbindung montiert ist. Die korrekte Montage löst die roten Verriegelungen und das gelbe Bauelement steigt mit einem Ballon in die Höhe.




