P 1: Innovationen in der Koordinatenmesstechnik zum Nutzen der Praxis -Multisensorik, Stand und Trends-

Ausgehend von der Verfügbarkeit erster taktiler Koordinatenmessgeräte zu Beginn der 1970er Jahre existiert heute eine Vielzahl an taktilen, optischen und tomographischen Sensoren, die für die Koordinatenmesstechnik eingesetzt werden. Dies ermöglicht die Erfassung nahezu jedes Werkstücks mit dem für die Messaufgabe geeigneten Sensor und auch das merkmalabhängige Messen mit verschiedenen Sensoren an einem Werkstück. Die verschiedenen Sensordaten mit unterschiedlicher Genauigkeit, Auflösung und Punktedichte müssen anschließend in einem Koordinatensystem fusioniert und messtechnisch ausgewertet werden. Anhand von Beispielen wird die Lösung von Messaufgaben mit Multisensor-Messsystemen gezeigt, die konventionell nicht oder nur mit wesentlich geringerer Genauigkeit möglich wäre. Im Bereich der Multisensorik stehen heute neben der Standardisierung der Datenzusammenführung und Weiter­verarbeitung die Entwicklung von Verfahren zum Umgang mit multiskaligen Messdaten, die Bestimmung der Messunsicherheit für Multisensormessungen und die Automatisierung der Messung und der Datenfusion im Fokus von Forschung und Entwicklung.

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CV

Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult. Albert Weckenmann, geboren 1944 in Ettlingen bei Karlsruhe. 1969 Dipl.-Ing. Elektrotechnik, Fachrichtung Nachrichtentechnik an der Universität (TH) Karlsruhe. 1969-1972 Wissenschaftlicher Assistent am Institut Theoretische Elektrotechnik und Messtechnik, Universität Karlsruhe, 1971 Promotion zum Dr.-Ing. 1972-1975 Robert Bosch GmbH, Nürnberg. 1975-1992 Univ.-Prof. der Universität der Bundeswehr Hamburg, Leiter des Laboratoriums für Mess- und Feinwerktechnik. Seit 1992 Univ.-Prof. der Universität Erlangen-Nürnberg, Inhaber des Lehrstuhls Qualitätsmanagement und Fertigungsmesstechnik.

P 2: Innovationen in der Oberflächenmesstechnik zum Nutzen der Praxis -Neue optische Messverfahren, -3D Messgrössen und -Anwendungen-

Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Bereich der flächenhaften Auswertung technischer Oberflächen. Zunächst werden die heute üblichen Messprinzipien zur optischen Topografieerfassung vorgestellt. Optische Messeinrichtungen bilden eine wesentliche Voraussetzung für die industriell nutzbare dreidimensionale Charakterisierung der Oberflächenfeingestalt. Im Anschluss daran gibt der Vortrag eine Einführung in die neue 3D Rauheitsnorm ISO 25178. Vorgestellt werden die notwendigen Messbedingungen, die bisher verfügbaren flächenhaften Filter und die fünf Kenngrößengruppen, anhand derer das praxisrelevante Potenzial der neuen Norm diskutiert wird. Ergänzend zur ISO 25178 gibt der Vortrag auch eine Einführung zur Drallmesstechnik, mit der es möglich ist, eine Charakterisierung von Dichtungslaufflächen im System Welle - Radialwellendichtring vorzunehmen. Am Beispiel der Honstrukturbewertung nach der Mercedes Benz Werksnorm wird schließlich verdeutlicht, dass die Stärke der flächenhaften Rauheitsmesstechnik insbesondere im Bereich der strukturorientierten Topografieauswertung liegt.

Vortragsunterlagen (geschützter Bereich)

CV

Prof. Dr.-Ing. Jörg Seewig, geboren 1965 in Hannover. 1994 Dipl.-Ing. Elektrotechnik, Fachrichtung Nachrichtentechnik an der Universität Hannover. 1995 - 1999 Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Mess- und Regelungstechnik, Universität Hannover, 2000 Promotion zum Dr.-Ing (Entwicklung des robusten Gaußfilters). Seit 2000 Ingenieurbüro mit Schwerpunkt Softwareentwicklung für die Produktionsmesstechnik (z. B. Entwicklung „Dominante Welligkeit“ und Drallmesstechnik in Kooperation mit Mercedes Benz). Seit 2003 deutscher Delegierter im ISO TC 213, WG 15 Filtration und WG 16 Surface Texture. 2003 - 2008 Leiter des Bereiches Fertigungsmess- und Prüftechnik am Institut für Mess- und Regelungstechnik, Universität Hannover. Seit 2008 Univ.-Prof. der Technischen Universität Kaiserslautern, Inhaber des Lehrstuhls Messtechnik und Sensorik.

P 3: Innovationen in der Werkzeugmaschinenmesstechnik zum Nutzen der Praxis

 

Heute übliche Messverfahren für die geometrische Prüfung von 5-Achs-Werkzeugmaschinen werden vorgestellt, insbeondere die kinematischen Prüfungen mit Kugelstab, mit R-Test und mit Lasertracer, dessen Anwendung genauer erklärt wird. Besonders betrachtet wird die Messunsicherheit der kinematischen Prüfungen, einschliesslich der Auswirkung der Achsabweichungen der zu prüfenden Werkzeugmaschine auf die Messunsicherheit. Des weiteren werden Prüfwerkstücke für 5-Achs-Werkzeugmaschinen, wie das Pyramidenstumpf- und das Kegelstumpf-Prüfwerkstück  besprochen und miteinander verglichen. Ebenso wird über den Stand der Normungsarbeiten auf diesem Gebiet berichtet.

Vortragsunterlagen (geschützter Bereich)

 

CV

Wolfgang Knapp, Jahrgang.1956, Dipl. Masch. Ing. ETH, Dr. sc. tech. 1978 bis 1986 Wissenschaftlicher Assistent bei Prof. E. Matthias, Institut für Werkzeugmaschinenbau und Fertigungstechnik (IWF) der ETH Zürich, 1991-2002 Dozent am Abendtechnikum Grenchen/Fachhochschule Solothurn, seit 1995 Dozent an der ETH Zürich, seit 1998 Leiter des Sektors Messtechnik am IWF der ETH Zürich (Teilzeit) seit 1986 Ingenieurbüro Dr. W. Knapp, seit 1994 Vorsitzender der swissmem/NK 9, Schweizerische Normenkommission  für Werkzeugmaschinen, seit 2001 Vorsitz der CEN/TC 143, Europäische Normenkommission für Sicherheit von Werkzeugmaschinen, seit 2002 Vorsitz der ISO/TC 39, internationale Normenkommission für Werkzeugmaschinen, seit 2003 Vorsitz der ISO/TC 39/SC 10, internationale Normenkommission für Sicherheit von Werkzeugmaschinen.

P 4: Photomasken für die Kalibrierung von optischen Messgeräten - Nutzen, Auftrag und beispielhafte Umsetzung des METAS

 

Optische Koordinatenmessgeräte für die effiziente Vermessung komplexer Bauteile werden in der industriellen Fertigung immer wichtiger. Für die Abnahmeprüfung und für die regelmässige Kontrolle dieser Geräte benötigt man kalibrierte Glasmassstäbe und zweidimensionale Photomasken. Das Bundesamt für Metrologie (METAS) kalibriert Strukturpositionen und die Rundheit kreisförmiger Strukturen mittels eines eigens dafür entwickelten Photomaskenmessinstruments. Das am METAS entwickelte Messinstrument besteht aus einem präzisen, luftgelagerten X-Y-Tisch, einem Mikroskop und einem zweiachsigen, differenziellen Planspiegel-Interferometer. Die Strukturmerkmale werden mit einem Videomikroskop erfasst und durch digitale Bildanalyse ausgewertet.

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CV

Dr. Felix Meli ist seit über 15 Jahren Leiter der Labors Nano- und Mikrotechnik am Bundesamt für Metrologie, METAS. Als ausgebildeter Mechaniker, Elektroingenieur und Physiker ist er verantwortlich für den Aufbau, Unterhalt und die Erbringung von Messdienstleistungen auf höchstem Niveau. Er hat mehrere komplexe Messgeräte entwickelt wie beispielsweise den Photomaskenmessplatz, ein Mikro­koordinaten­messgerät, spezielle metrologische Rasterkraftmikroskope und weiteres mehr.

S 1.1: Prozessmesstechnik zur beherrschten Fertigung -3 Praxisbeispiele, berührend, pneumatisch und optisch mit Fähigkeitsnachweis nach VDA 5

Die steigenden globalen Herausforderungen in der Automobilindustrie  bedingen auch neue Vorgehensweisen in der Messtechnik. Wichtige Fortschritte z.B. Reduzierungen der Schadstoffbelastungen werden durch Verbesserungen von Funktionen einzelner Komponenten erreicht. Hierfür jedoch sind kleinere, komplexere Bauteile mit noch engeren Toleranzen erforderlich. Für viele Messaufgaben reichten bis vor kurzem noch taktile Messgeräte, die meist nur an einem Messpunkt oder einer Messstelle das Ergebnis bildeten, aus. Eine systematische Analyse zeigt, dass bei Bauteilen mit engen Toleranzen und kleinen Maßen neue Ansätze erforderlich sind. Weiterhin erkennt man, dass oftmals die gewünschten Funktions-eigenschaften von Komponenten nur ungenügend über die in den Zeichnungen dokumentierten Merkmale der Einzelbauteile repräsentiert werden. Der Bedarf nach neuen funktionsgerechten Merkmalen ist dringend gegeben. In der Automobilindustrie müssen alle qualitätsrelevanten Prüfmittel vor Einsatz abgenommen werden. Die hierfür zur Beurteilung eingesetzten Fähigkeitsanalysen sind nicht immer zielführend. Vielmehr ergibt sich die Notwendigkeit  die gesamte Prozesskette mit erweiterten Ansätzen z.B. durch Bestimmung der aufgaben-spezifischen Messunsicherheit  oder gemäß VDA Band 5 Ausgabe 2010 Eignung von Mess- und Prüfprozessen zu beurteilen. Im Vortrag werden anhand von Beispielen wichtiger Prüf-, bzw. Funktions-merkmale wie Führungsspiel und Dichtfunktion diese Thematik beleuchtet.  Die Möglichkeiten und Vorteile der pneumatischen und optischen Messverfahren bzw. der fertigungstauglichen Koordinatenmessgeräte werden für die dargestellten Messaufgaben aufgezeigt. Wichtig dabei ist auch eine effiziente Einbindung,  d.h. die Messtechnik muss fertigungsnah integriert werden um kurze Regelkreise zu ermöglichen.

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CV

Dipl.-Ing. (FH) Rolf Ofen, Beratung Messtechnik MQS Consulting, Oberhaid     Studium: Fachrichtung Feinwerktechnik an der FH in Nürnberg mit den Schwerpunkten Optik, Präzisionsmechanik und Digitaltechnik.  Start 1978 bei Fa. Robert Bosch GmbH in Bamberg,  Aufbau einer neuen Abteilung für Fertigungsmesstechnik. Leitung mehrerer Bosch-Arbeitskreise z.B. SPC und verantwortlich für das Kompetenzzentrum für zukunftsorientierte, messtechnische Projekte z.B. Einführung der optischen Messtechnik. Entwicklung von und Mitwirkung bei zentralen Bosch-Themen zur Beurteilung von Messprozessen. Die letzten 7 Jahre  als Fachreferent für Fertigungsmesstechnik tätig, mit den Schwerpunktaufgaben messtechnische Verfahrensentwicklung und Leitung der Kompetenzzentren für „Pneumatische Präzisions-Messtechnik“, und „Optische Messtechnik“ für den Diesel und Benzin-Geschäftsbereich. Aktive Beteiligung bei verschiedenen Automobil-Arbeitskreisen wie „Fähigkeitsanalysen“ und „VDA 5 : 2010 Prüfprozesseignung“, Standardisierung Messgeräteschnittstellen „AQDEF“. Referent für DGQ, TEQ-Q-DAS, VDA-QMC Seminare. Seit Nov. 2009 als eigenständiger Berater für Messtechnik tätig und Mitgründer von B2O-Messtechnik.

S 1.2: Mess- und Prüftechnik mit Bildverarbeitung -Low cost-Vision, 3D Verfahren, Praxisanwendungen

Um die heutigen Anforderungen an Funktionalität und Lebensdauer bei industriellen Produkten zu erfüllen, müssen viele Bauteile einer fertigungsintegrierten 100% Kontrolle unterzogen werden. Der Trend geht hierbei immer stärker von prozessintegrierten 2D-Lösungen zu 3D-Bildverarbeitungssystemen. Im Rahmen des Vortrags werden automatisierte 3D-Lösungen für unterschiedliche Mess- und Prüfaufgaben aus der Industrie präsentiert. Auf Basis von kostengünstigen und robusten 3D-Sensoren, die sehr schnell dichte Messdaten des zu untersuchenden Bauteils erzeugen können, werden intelligente Auswerteverfahren vorgestellt, die eine schnelle und präzise Verarbeitung und Analyse der Messdaten erlauben und somit das Mess- und Prüfergebnis im Fertigungstakt liefern können. Anhand von verschiedenen Praxisanwendungen u. a. zur 3D-Oberflächenprüfung, zur Prüfung von Dichtflächen oder zur Inspektion von Tondachziegeln wird der Einsatz und die Leistungsfähigkeit demonstriert.

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CV

Dipl.-Math. Ira Effenberger studierte Mathematik an der Universität Stuttgart und erhielt Ihr Diplom im Jahr 2000. Von Januar 2001 bis Mai 2002 war Sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb der Universität Stuttgart tätig. Von Juni 2002 bis 2007 arbeitete Sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin von nationalen und internationalen Forschungsprojekten (BMBF, EU) sowie Industrieprojekten in der Abteilung Technische Informationsverarbeitung des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart. Seit 2008 leitet Frau Effenberger dort eine Arbeitsgruppe, die sich schwerpunktmäßig mit 3D-Bild- und Datenverarbeitung für die Mess- und Prüftechnik sowie die Automatisierungstechnik beschäftigt.

S 1.3: Optische Messtechnik in der Schleifmaschine -Präzisionsmessungen zur Effizienzsteigerung und Optimierung

Europäische Werkzeugmaschinen sind schon seit längerer Zeit keine Einzweckmaschinen mehr. Universalität und kombinierte Verfahren haben sich durchgesetzt. Kellenberger baut traditionsgemäss universelle Rundschleifmaschinen und bietet diverse Unterstützungen zur Komplettbearbeitung. Bei der Kombination von verschiedenen Verfahren verfolgt Kellenberger einen neuen, einzigartigen Lösungsansatz. Durch die Integration eines optischen Messsystems in die Werkzeugmaschine können insbesondere unrunde Konturen erfasst und optimiert werden. Auf das Ausspannen, anschliessendes Messen auf einer Koordinatenmesgerät oder Formmessgerät und ein wiederholtes Einspannen in die Werkzeugmaschine kann verzichtet werden. Einerseits birgt das Verfahren grosses Potenzial bezüglich Effizienzsteigerung, andererseits können durch die Eliminierung der Spannfehler kleinste Korrekturen vorgenommen werden. Das Messsystem kann auch für zusätzliche Aufgaben wie der Kalibrierung, Vorpositionierung oder Auswertungen eingesetzt werden.

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CV

Bernard Gschwend, technischer Leiter bei Fa. Kellenberger absolvierte ein Maschinenbaustudium und ist seit Beginn der Lehrzeit innerhalb der Werkzeugmaschinenbranche tätig, insbesondere für Fräs-, Dreh- und Schleif-maschinen. Herr Gschwend arbeitet insgesamt seit mehr als 25 Jahren bei der Firma Kellenberger, zu Beginn als Projektleiter, übernahm die Verantwortung der Mechanischen Entwicklungsabteilung im Jahre 2001 und die gesamte technische Leitung im Jahre 2006.

S 2.1: Neue Wege für Workshops in Blended Learning Umgebungen am Beispiel der Koordinatenmesstechnik

Die  Ausbildung  in  produktionstechnisch  orientierten  Fachgebieten  stellt  besondere Anforderungen an den Unterricht. Die Integration von Unterrichtseinheiten, in denen Erfahrungswissen  erarbeitet  werden  kann,  hat  darin  einen  sehr  hohen  Stellenwert.  In  produktionstechnisch  orientierten  Ausbildungen  sind dazu häufig komplexe, teure Infrastruktur und qualifiziertes Personal zu dessen Betreuung erforderlich. Diese stehen vielfach nur an ausgewählten Kompetenzzentren zur Verfügung und können so nicht ohne weiteres in Unterrichtseinheiten eingebunden werden.  Im Vortrag wird die Umsetzung eines neuen Ansatzes zur Durchführung von Workshops vorgestellt. In diesem Ansatz wird ein reales Koordinatenmessgerät über das Internet gesteuert und so für Unterrichtszwecke eingesetzt. Bei diesem Ansatz haben die Teilnehmer vollen Zugriff auf die Funktionen des Geräts. Neben technischen Aspekten der Umsetzung wird im Vortrag von Erfahrungen aus der Sicht der Teilnehmer und Betreuer berichtet.

 

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CV

Dip.-Ing. (FH) Michael Marxer ist seit 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut PWO auf dem Gebiet der Fertigungsmesstechnik und Qualitätsprüfung mit Schwerpunkt Koordinaten- und Oberflächenmesstechnik. Er ist Projektverantwortlicher für die Fortbildungsaktivitäten von PWO. Er ist Koordinator und Leiter des Messlabors und leitet die akkreditierte SCS-Kalibrierstelle. 

S 2.2: Oberflächentopografie und Volumentomografie Einsatz und Nutzen der optischen Kohärenztomografie (OCT) bei technischen Bauteilen

Optische Kohärenztomographie OCT ist eine Methode zur dreidimensionalen Abbildung von Gewebe und anderen teiltransparenten Materialien. OCT ist heute fest verankert in der Augengenheilkunde und findet zunehmend Anwendungen in anderen medizinischen Bereichen wie der Kardiologie und der Dermatologie. In einer kurzen Einführung werden die Prinzipien der OCT erläutert und auf die Stärken der Methode so wie auch auf deren Begrenzungen eingegangen. Es werden verschiedene moderne OCT Systeme vorgestellt sowie mögliche Anwendungen in der industriellen Qualitätssicherung disrkutiert.   Optical Coherence Tomography OCT is a 3D imaging modality with widespread applications in Ophthalmology and in other medical fields like Cardiology, Dermatology and Dentistry. The principles of OCT are highlighted in a brief introduction and the performance and limitations are discussed. Some of the recent state of the aarrt systems are presented as well as possible application in industrial quality control.

Vortragsunterlagen (geschützter Bereich)

 

CV

Christoph Meier studierte an der HTI Biel Maschinentechnik und erhielt das Ingenieurdiplom im Jahr 1982. Nach einigen Jahren Tätigkeit in der Industrie, hauptsächlich auf dem Gebiet der Softwareentwicklung und Regelungstechnik, studierte er an der Université de Neuchâtel Physik und schloss das Studium 1992 mit einem Diplom ab. Seit 1991 ist er an der Berner Fachhochschule BFH im Fachbereich Mikro- und Medizintechnik als Dozent für Physik und Elektrotechnik tätig. Im Jahr 2001 wurde er zum Professor für Optik gewählt und hat seit dem das „OptoLab“ aufgebaut. Die aF&E Aktivitäten am OptoLab konzentrieren sich auf die optische Messtechnik mit Hauptgewicht in der Optischen Kohärenztomographie OCT.

S 2.3: Aufgabenspezifische Messunsicherheit in der Koordinatenmesstechnik bestimmen -Ein praxiserprobtes low cost Verfahren-

Es wird der universell einsetzbare Prüfkörper „Multi-Feature-Check“ und das hiermit mögliche Verfahren zur Ermittlung der Messunsicherheit und Prüfprozesseignung von Prüfmerkmalen in der Koordinatenmesstechnik vorgestellt. Der Prüfkörper ist kalibriert und besitzt verschiedenste Geometrieelemente in unterschiedlicher Dimensionierung und Anordnung, so dass nahezu alle Messaufgaben der Form-, Maß und Lagetolerierung abgebildet werden. Durch Messungen des Prüfkörpers und der Auswertung der Messergebnisse nach der Richtlinie VD/VDE 2617 Blatt 8 kann die Messunsicherheit und Prüfprozesseignung für jedes Prüfmerkmal ermittelt werden. Damit ist schon im Vorfeld eine Aussage über die Eignung vorhandener oder zu beschaffender Koordinatenmessgeräte möglich. Weitere Einsatzmöglichkeiten, die auch in diesem Beitrag beschrieben werden, sind u.a. die turnusmäßige Überwachung von Koordinatenmessgeräten und die Optimierung von Messstrategien mit diesem Prüfkörper.   

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CV

Dipl. Ing. (FH) Theo Hageney (Jahrgang 1954) studierte Elektrotechnik an der Fachhochschule in Krefeld. Von 1984 bis 1994 als Systemspezialist bei Carl Zeiss Oberkochen in der Koordinatenmesstechnik tätig. Von 1994 bis 2005 geschäftsführender Gesellschafter der Firmen 3D Control GmbH und Carl Zeiss 3D Metrology Service GmbH. Seit 2005 geschäftsführender Gesellschafter der Fa. eumetron GmbH und Leiter des DKD akkreditierten Kalibrierlaboratorium für dimensionelle Messtechnik mit dem Schwerpunkt Präzisionsmessungen und DKD-Kalibrierungen.

S 3.1: Computertomografie in der Mess- und Prüftechnik -Anwendungen, Leistungsgrenzen, Ausblick-

Die Röntgen-Computertomographie wurde mit der zunehmenden Verfügbarkeit von kostengünstiger Rechenleistung seit den 1970er Jahren stets weiterentwickelt, zuerst vor allem für medizinische Anwenden und danach auch für den Bereich der industriellen Anwendungen. Die im industriellen Bereich notwendigen höheren Röntgenenergien erfordern die Unterdrückung der Streustrahlung durch Kollimatoren sowie Bildrekonstruktionsverfahren mit Korrekturen für Strahlaufhärtung und Comptonstreuung im untersuchten Objekt, um eine hohe Ortsauflösung und guten Kontrast zu gewährleisten. Mit optimierter Bildauswertung und Kalibrierverfahren können heute Oberflächen,  innere Grenzflächen und Wandstärken von Objekten 3-dimensional mit guter Genauigkeit für Erstmusterprüfungen, Reverse Engineering und Qualitätskontrollen eingesetzt werden. Im Rahmen der zerstörungsfreien Prüfung stehen Fehler- und Schadensanalyse, die räumliche Verteilung verschiedener Materialien sowie Vollständigkeits- und Funktionskontrolle im Vordergrund. Die EMPA betreibt seit 1991 mehrere Computertomographen und erweitert die Anlagen zur Zeit für Messungen mit Ortsauflösungen in den 1 mm Bereich sowie zur Untersuchung grosser Objekte mit einem Linearbeschleuniger mit 4 und 6 MeV.

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CV

Urs Sennhauser leitet seit 1989 die Empa Abteilung Elektronik/Messtechnik/Zuverlässigkeit und das Zentrum für Zuverlässigkeit seit dessen Gründung  1998. Er ist Physiker mit Diplom und Doktorat der ETH Zürich im Gebiet der Kern- und Teilchenphysik. Seit 12 Jahren hat er je einen Lehrauftrag der ETHZ zu Zuverlässigkeit von Schaltungen und Systemen und zu Physik der Ausfälle und Ausfallanalyse elektronischer Schaltungen. Neben Sicherheit und Zuverlässigkeit sind die Röntgentechnik und dabei speziell die Computertomographie wichtige Themen der Abteilung. Neben der Teilnahme und Leitung mehrerer nationaler und internationaler Forschungsprojekte stehen auch spezielle Untersuchungen von Materialien und Strukturen für die Wirtschaft und die Verwaltung im Vordergrund.

S 3.2: Lichtwellenleitersensoren für die Messtechnik -Konzepte und Anwendungsbeispiele aus der Praxis-

Offensichtliches Anwendungsgebiet von Glasfasern ist die schnelle Datenübertagung. Glasfasern und Lichtwellenleiter können aber auch für das Verteilen und das Sammeln von Licht in Sensorik-Anwendungen eingesetzt werden. Die immer besseren Möglichkeiten im Bereich der Mikrostrukturierung erlauben es zunehmend komplexere „Sensorikfunktionen“ direkt mit Fasern oder optischen Lichtwellenleitern zu realisieren. Eine besondere Rolle spielen polymere Lichtwellenleiter, da sie sich einfach mit elektronischen Systemen kombinieren lassen und sehr kompakte, kostengünstige elektro-optische Sensoren realisiert werden können. Der Vortrag gibt einen Überblick über die verschiedenen Konzepte und Messprinzipien, die mittels Lichtwellenleitern realisiert werden können. Dann soll auf die Herstellung und die Integration von planaren, polymeren Lichtwellenleitern eingegangen werden, mit deren Hilfe sich kostengünstige und kompakte elektro-optische Sensoren realisieren lassen.

Vortragsunterlagen (geschützter Bereich)

 

CV

Dr. sc. techn. Felix Betschon, studierte von 1991-1996 Elektrotechnik an der ETH Zürich. Anschliessend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand an der Professur für elektrotechnische Entwicklungen und Konstruktionen (EEK, ETHZ), wo er 2001 promovierte. Von 2001-2007 besetzte er verschiedene Funktionen in der Forschung und Entwicklung, zuletzt als Leiter F&E, der Firma ESEC in Cham. 2007 – 2008 war er für die Elektronik Entwicklung der ThyssenKrupp Presta in Budapest verantwortlich. Seit 2008 leitet er die optische Verbindungstechnik von Varioprint, welche er 2009 in eine eigenständige Firma, vario-optics ag, überführte und seither als Geschäftsführer vorsteht.

S 3.3: Hochpräzisionsmessung an spiegelnden Flächen Technische Flächen prüfen mit Interferometrie

Die Anforderungen an die Präzision technischer Oberflächen sind über die letzten Jahre stark angestiegen. Die Materialbearbeitung trägt diesem Sachverhalt durch neue, weiterentwickelte Verfahren Rechnung. Um ein stabiles Fertigungsverfahren zu gewährleisten muss die dafür eingesetzte Messtechnik im selben Masse präzisere Messergebnisse liefern. Damit rückt die Interferometrie als hochpräzises Verfahren zur Vermessung von technischen Oberflächen immer mehr in den Blickpunkt. Im Rahmen dieses Vortrages wird eine Einführung in die interferometrische Messtechnik gege-ben. Deren Vorteile und Beschränkungen werden aufgezeigt. Die Genauigkeit und Reprodu-zierbarkeit der erzielbaren Messergebnisse wird besprochen. Es werden mögliche Anwendungsszenarien für die interferometrische Messtechnik skizziert und anhand einer Reihe von praktischen Beispielen demonstriert. FISBA OPTIK weist auf diesem Gebiet der Messtechnik eine hohe Kompetenz auf und kann damit andere Unternehmungen bei Einführung und Einsatz der interferometrischen Messtechnik unterstützen.

Vortragsunterlagen (geschützter Bereich)

 

Moderator und Tagungsleiter: Claus P. Keferstein

Prof. Dr.-Ing. Claus P. Keferstein, geboren 1952 in Stuttgart. Dipl.-Ing. Maschinenbau, Universität Stuttgart, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), Prof. Warnecke. Promotion in Optischer Messtechnik. 6 Jahre Abteilungsleiter im Geschäftsbereich Automation und Medizintechnik des Bodenseewerk-Gerätetechnik, Überlingen. Seit 1994 Professor für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement, NTB, Leiter des Instituts für Produktionsmesstechnik, Werkstoffe und Optik (PWO).

Moderator: Carlo Bach

Prof. Dr. Carlo Bach, ist Leiter des Kompetenzfelds Machine Vision und Software im PWO. Die Schwerpunkte seiner Arbeit liegen in der 3D-Bildverarbeitung und der schnellen Verarbeitung von Bildströmen auf Multicore- und FPGA-Plattformen.

Moderator: Andreas Ettemeyer

Dr. Andreas Ettemeyer, geb. 1958, studierte Maschinenwesen an der TU München und RWTH Aachen. Anschließend promovierte er an der Staatlichen Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart. Nach zwei Jahren als technischer Leiter eines Unternehmens für holografische Prüftechniken gründete er 1989 ein Unternehmen für Lasermesstechnik. Das Unternehmen entwickelte und baute hochgenaue 3D Prüfinstrumente für die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt und Forschung. 2003 verkaufte er das Unternehmen an die Dantec Dynamics Gruppe und ging wieder in die Forschung, zunächst an die Hochschule für Technik München. Seit 2007 leitet er als Professor für Technische Optik an der NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs das Kompetenzfeld Technische Optik.