Optisch
Optische Koordinatenmesstechnik
Optische Messverfahren erlauben sehr schnelle Messungen von vielen Punkten. Sie arbeiten berührungslos und damit rückwirkungsfrei und mit sehr hoher Genauigkeit. Im Vergleich zur taktilen Messung werden die Daten von Kameras aufgenommen. Die gewünschten Objektmerkmale werden anschliessend mittels umfangreicher und komfortabler Software aus diesen sogenannten Punktewolken generiert.
Am PWO werden folgende Verfahren eingesetzt:
Kontakt: Michael Marxer
Optische 2.5D-Koordinatenmessung
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Die optische 2.5D-Koordinatenmesstechnik beruht auf dem Prinzip des Messmikroskops.
Das zu prüfende Bauteil wird auf einem Werkstückträger aufgenommen, wo das Werkstück mit unterschiedlichen Beleuchtungsarten beleuchtet werden kann. Das Werkstück wird mit einer hochauflösenden und präzise verfahrbaren Kamera aufgenommen. Anhand der entstehenden Kontraste an Kanten und Bohrungen können die x-y-Koordinaten bestimmt werden.
Das Gerät ist spezifiziert mit:
- MPEE=±(2.5 + 5 x L / 1000)µm, L in mm
Durch Ausnützen von Autofokusverfahren kann auch die z-Komponente bestimmt werden. Das System eignet sich vorwiegend für flache Bauteile, beispielsweise Elektronikplatinen und Stanzteile oder Kunststoffteile mit kleinen Stegen und Bohrungen, die berührend nur mit hoher Unsicherheit oder gar nicht messbar sind.
Streifenprojektion
Die Streifenprojektion ist ein sehr schnelles und genaues Verfahren zur Erfassung von Freiformflächen und grossen Datenmengen. Das Prinzip basiert auf der optischen Triangulation. Durch Verwendung von Passmarken oder Geometriemerkmalen des gemessenen Objektes können automatisch mehrere Messfelder zu einer kompletten Fläche zusammengesetzt werden. Die entstehenden Punktewolken werden mit einer speziellen Software verarbeitet und können direkt mit CAD oder Masterteilen verglichen werden.
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Photogrammetrie
Unser Photogrammetriesystem dient zur Messung grösserer Bauteile. Es können mehrere Messmarken gleichzeitig gemessen werden. Das System dient zur Erweiterung des Einsatzbereiches des Streifenprojektionssystems, um beispielsweise grössere Objekte zu messen oder Bauteile rundum, d.h. von vorne und von hinten messen zu können.
Flächenrückführung – alles aus einer Hand
Die Digitalisierung von beliebigen Freiformflächen ermöglicht eine Vielzahl an Anwendungen. So können mit diesen Daten Simulationen durchgeführt, Teile über Rapid Prototyping oder CNC-Fräsen reproduziert, Flächenabweichungen und Geometrieelemente ermittelt werden.
Möchte man jedoch die gewonnenen Daten in einem CAD-Programm weiterverarbeiten, stösst man mit der üblichen Vorgehensweise schnell an die Grenzen. In diesem Fall hilft ein weiterer Prozessschritt nach der Polygonisierung: die Flächenrückführung. Diese beinhaltet die Umwandlung von Polygonflächen in ein CAD-Modell (IGES). In diesem Prozess wird das Polygonnetz in parametrische Freiformflächen überführt. Die so gewonnenen Daten können nun als CAD-Daten weiterverarbeitet werden.
Die Flächenrückführung ist ein vorwiegend manueller Prozess, bei dem die Komplexität des CAD Modells und damit die Treue zu den Messdaten vom Kunden bestimmt werden kann. Diese Abweichung kann mit einer Flächenabweichungsanalyse vom erstellten CAD zu den Messdaten sichtbar gemacht werden.
Unser Institut bietet Ihnen neu die Möglichkeit all diese Schritte aus einer Hand zu erhalten.






