Ringversuche in der Polymeranalytik
PolymericsNTB bietet zusammen mit der EMPA und anderen Partnern seit vielen Jahren Ringversuche im Bereich der Polymeranalytik an. Ringversuche sind unter anderem für die Validierung von Methoden (z.B. zur Bestimmung der Messunsicherheit) aber auch zur Sicherstellung von Akkreditierungsbedingungen (z.B. nach ISO 17025) und als „Proficiency-Testing“ von grosser Bedeutung.
Wir übernehmen bei ausgewiesenem Bedarf die Organisation von Ringversuchen zu ausgewählten Themen. Für deren Durchführung sind idealerweise mehr als 10 Teilnehmer notwendig. Unsere Arbeit umfasst typischerweise folgende Schritte:
- Suche nach Teilnehmern
- Probenauswahl
- Verfassen von Anleitungen (in deutscher oder/und englischer Sprache)
- Auswertung der von den Teilnehmern erarbeiteten Ergebnisse nach gängigen Methoden (z.B. nach DIN 38402-A45 unter Anwendung robuster Statistik; dabei werden u.a. Mittelwerte, Wiederhol- und Vergleichs-Standardabweichungen sr und sR, z-scores etc. ermittelt)
- Bewertung bzw. Diskussion der ermittelten Ringversuchsergebnisse sowie Vergleiche mit anderen bekannten Angaben (z.B. Ergebnisse aus früheren Ringversuchen, theoretische Abschätzungen kombinierter Standard-Messunsicherheiten uc), meist in Form von Berichten. Dieser Schritt ist oft auch Ausgangsbasis für die Weiterentwicklung von Messgeräten, Methoden oder Materialien, und bietet somit einen Mehrwert gegenüber anderen kommerziellen Angeboten.
- Auf Wunsch werden Ergebnisse auch in Form von Publikationen veröffentlicht (siehe auch Publikationsliste von Polymerics), oder Anregungen für Änderungen bestehender Normen an die entsprechenden Normen-Arbeitsgruppen weitergeleitet
Ringversuchsthemen, die in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführt wurden, waren typischerweise in folgenden Bereichen:
- Thermoanalyse:
- DSC für Glasübergang, Kristallinität, Oxidations-Induktions-Zeit OIT
- TGA für Russgehalt, Zusammensetzung von Compounds
- DMA für Glasübergang, temperaturabhängige Modulbestimmungen
- Chromatographie:
- GC oder HPLC für quantitative Bestimmungen von Stabilisatoren, Weichmacher, Restmonomere, ... in Compounds
- GPC für die Charakterisierung der Molekulargewichtsverteilung
- Elementanalytik anhand spektrometrischer Methoden:
- RFA, AAS, ICP-OES, ... für quantitative Elementbestimmungen z.B. von Halogenen, Schwefel, Silber, Schwermetallen
- Spurenanalytik z.B. für Restkatalysatormengen
- Simulationen des Langzeitverhaltens:
- Migration von Stoffen z.B. in Lebensmittelsimulanzien
- Wärmealterungen
- Chemikalienbeständigkeit z.B. von Elastomeren
- Ihre Applikation?
Bei Interesse oder konkretem Bedarf kontaktieren Sie bitte samuel.affolter(at)ntb.ch oder/und bruno.wampfler(at)valitrace.com



