Simulation

Wellenleiter- und Dünnschichtsimulation

Simulation Richtkoppler

Numerische Methoden und Simulationstechniken spielen auch im Bereich der Optik eine zunehmend wichtigere Rolle. Im Bereich Photonics interressiert uns besonders die Simulation von Komponenten im Bereich der Faser- und integrierten Optik sowie in der optischen Dünnschichttechnik. Für unsere Simulationsaufgaben verwenden wir unterschiedlichste Softwarpakete: von der Ray-Tracing Software ZEMAX über die wellenoptische Photonics Component Design Suite von RSoft bis hin zu den Dünnschichtsimulationsprogrammen TFCalc und FilmStar.

ZEMAX - Ray Tracing

Wenn Optikdesigner von Ray-Tracing Simulationen sprechen, dann meinen Sie zumeist das sequenzielle Ray-Tracing bei dem (wenige) Strahlen durch unterschiedliche Grenzflächen hindurch ''verfolgt'' werden. Zur strahlenoptische Simulation von Wellenleitergeometrien hingegen nutzen wir vornehmlich den ''non sequential mode' von Zemax, der es gestattet, Strahlen durch beliebige Freiformgeometrien zu propagieren und an frei definierbaren Stellen zu detektieren. Um strahlenoptisch brauchbare Aussagen bekommen zu können müssen die verwendeten Strukturen mindestens 10x so gross sein wie die eingesetzte Wellenlänge. Ray Tracing eignet sich daher nur für Multimodesysteme mit Durchmessern von grösser 50µm.

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RSoft - Photonics Component Design Suite

Die Firma RSoft Design Group ist ein weltweit führendes Unternehmen für Simulationstools im Bereich Photonic Design. Im Zuge eines KTI-Projektes wurden folgende Tools beschafft:

  • BeamPROP
  • FullWAVE
  • DiffractMOD
  • Grating MOD


BeamPROP wird für das Design und die Simulation von Singlemode Wellenleitern oder Fasern eingesetzt. Mittels Mode-Solver kann die Energieverteilung im Wellenleiterquerschnitt berechnet werden. Mit der Beam Propagation Methode kann diese Feldverteilung dann über das gewünschte Bauteil hinweg propagiert werden. Dabei können sowohl 2D wie auch rechenintensive echte 3D Probleme gelöst werden.
FullWAVE basiert auf der „Finite-Difference Time-Domain“ Methode (FDTD) und hat ein breites Anwendungsgebiet. Durch das Lösen der Maxwell-Gleichungen kann die FDTD auch die Rückkopplungen von elektromagnetischen Wellen simulieren. Dies ist besonders im Bereich Oberflächen Plasmonen und Biophotonics sehr interessant.
DiffractMOD nützt die „Rigorous Coupled Wave Analysis“ Methode (RCWA) und ist besonders für diffraktive Strukturen wie Diffraktive Optische Elemente (DOE's) und Wellenleiterresonatoren interessant.
GratingMOD setzt auf die „Coupled Mode Theory“ (CMT). Dieses Tool wird vor allem für das Berechnen und Analysieren von Bragg Gittern eingesetzt. Es eignet sich zudem für „long-period“ Gitter und für die Auslegung optischer Verstärker.  

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TFCalc / FilmStar - Dünnschichtsimulation

Die Berechnung und Simulation von Reflexions- und Transmissionseigenschaften von Substraten und Dünnschichtsystemen basieren auf auf den Fresnel Gleichungen. Mit Matrixalgorithen kann das spektrale Verhalten für verschiedene Wellenlängen und Einfallswinkel berechnet werden. Auch die zum Spektrum gehörende Farbe im CIE Farbraumdiagramm kann bestimmt werden. Für einfache Simulationen von Antireflex-, Spiegel- oder Filterbeschichtungen eignet sich das Softwarepaket TFCalc. Für komplexere Aufgabenstellungen, Optimierungsaufgaben oder die Analyse bestehender Spektralkurven haben wir die FilmStar Dünnschichtsoftware der Firma FTG im Einsatz.

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