Bachelor-Arbeit 2009
Thema: Vielkanalige Elektromyographie
Die Elektromyographie (EMG) ermöglicht es, Muskelaktivitäten zu messen und damit Muskel- und Nervenerkrankungen zu beurteilen. Konventionelle Hautelektroden erlauben nur ein summarisches Erfassen der Muskelaktivität und ergeben keine differenzierte Diagnose. Mit einer vielkanaligen Hautelektrode ist eine deutliche Verbesserung möglich. Sie erlaubt u.a. das Registrieren von Aktivierungsmustern sowie das Lokalisieren der Innervationszone. Bei neuromuskulären Erkrankungen verändern sich diese Merkmale deutlich. Die mit der nicht-invasiven Multielektrode registrierten Signale ermöglichen Rückschlüsse auf Art und Schweregrad der Erkrankung.
Das am NTB entwickelte EMG-Gerät besitzt 32 Kanäle. Zum einen galt es eine benutzerfreundliche Anwendersoftware zu schreiben, mit der die aufgezeichneten Signale dargestellt und ausgewertet werden können. Zum andern musste eine geeignete Hardware zur Erfassung der schwachen Signale direkt an der Multielektrode entwickelt werden. Die Übertragung der Messdaten zum PC erfolgt drahtlos. Das handliche Gerät ist einfach zu bedienen und vielseitig einsetzbar.
Diplomand(en): Beat Mannhart, Thomas Zimmermann
Dozent(en): Dr. Urs Moser, Prof. Dr. Urs Graf
Partner: NTB, Buchs