Zirkulationsverluste in Brauchwarmwasseranlagen

Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Zirkulationsverluste in Wohnanlagen mit zentraler Brauchwarmwasser-Aufbereitung. Die Zirkulation wird vornehmlich in Mehrfamilien-Überbauungen, Hotels und Spitälern eingesetzt, um die geforderte Mindesttemperatur an der Zapfstelle garantieren zu können. Diese Mindesttemperatur wiederum wird benötigt, um einen wirkungsvollen Legionellenschutz zu gewährleisten. Die in letzter Zeit immer öfters eingesetzten Wärmepumpen mit geschichteten Speichern zur Brauchwarmwassererwärmung reagieren sehr empfindlich auf die Durchmischung des Speichers durch die Brauchwarmwasser-Zirkulation, was Effizienzeinbussen zur Folge hat. Auch bei kondensierenden Heizkesseln reduziert sich die Effizienz. Um eine Durchmischung des Speichers zu verhindern werden alternativ auch Zirkulationsheizungen mittels Heizband eingesetzt, die ebenfalls zu einem erhöhten Strombedarf führen. Ziel dieser Studie ist die Untersuchung der Zirkulationsverluste und die Beurteilung alternativer Konzepte zur Kompensation dieser Wärmeverluste. Mögliche Varianten sind zum Beispiel die Verwendung mehrerer Speicher oder der Einsatz einer kleinen Wärmepumpe zur Deckung der Zirkulationsverluste. In dieser Studie sollen verschiedene Varianten zusammengestellt und mittels Felderfahrung und Simulation auf Machbarkeit und Kosten untersucht werden. Das EKZ besitzt ca. 300 Wärmepumpenanlagen mit Online-Monitoring von denen einige Anlagen zur Beurteilung verwendet werden können. Ziel ist es, durch eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie, praxisnahe und wirtschaftliche Handlungsanweisungen für Planer zu erstellen.

