Lichtfeld Kamera

Heutige 2D-Kameras nehmen eine Intensitätsverteilung einer Szene auf. Sie sammeln dabei das von den Objekten abgestrahlte Licht auf dem Sensor ein. Mit Lichtfeld-Kameras lässt sich jedes Lichtstrahlenbündel richtungscodiert erfassen. Es ist daher bekannt, aus welcher Richtung welcher Lichtstrahl auf den Kamerasensor aufgetreten ist. Das eigentliche Bild entsteht erst durch aufwändige Rechenoperation, indem alle Strahlen von dem Sensor auf die Objekte rückverfolgt werden.

Wesentliche Vorteile ergeben sich daraus, dass die aufgenommen Bilder nachträglich rein rechnerisch modifiziert werden können:

  • Modifikation der Blende nach der Aufnahme: Damit lässt sich der Schärfentiefe-Bereich im Nachhinein aufgabenspezifisch anpassen.
  • Modifikation des Fokus nach der Aufnahme: Damit lässt sich auf einen beliebigen Bereich im Bild im Nachhinein scharf stellen.
  • Generierung von Bildern aus anderen Blickrichtungen: In einem kleinen Winkelbereich lassen sich Bilder aus anderen Blickrichtungen erzeugen.
  •  Schätzung der Tiefe: Aus dem aufgenommenen Bild lässt sich auf den Abstand der Objekte schliessen.

Am Institut steht Ihnen eine Lichtfeldkamera für Experimente zur Verfügung.