Elektromagnetische Verträglichkeit

„Elektromagnetische Verträglichkeit“ (EMV) vereint eine schon aus der Anfangszeit der Elektrotechnik bekannte Problemstellung. Unter diesem Begriff vereinen sich Bezeichnungen wie Funkstörung, Überspannung, Flicker, Einstreuung von Störsignalen, aber auch Abstrahlung und Netzrückwirkung. Ebenfalls in das Gebiet der elektromagnetischen Verträglichkeit fallen die Massnahmen, die dagegen getroffen werden, wie etwa Abschirmungen, Filter oder das EMV-gerechte Design.

EMV-Fragen haben speziell in jüngster Zeit in erheblichem Masse zugenommen, dies direkt als Folge des ständig steigenden Einsatzes schneller Elektronik, Leistungselektronik im Allgemeinen und geschalteten Stromrichtern im Besonderen. Denken wir nur an die moderne Beleuchtungstechnik, deren Beleuchtungsmittel gar nicht ohne elektronische Vorschaltgeräte betrieben werden können. Auf der anderen Seite gilt es, die elektronischen Schaltungen so auszulegen, dass sie gegen elektromagnetische Beeinflussungen weitgehend immun sind. Solche Beeinflussungen reichen von einfachen Entladungen statischer Elektrizität bis zu energiereichen Schalttransienten oder gar Blitzeinschlägen. Der Entwicklungsprozess elektronischer Systeme muss heute immer auch die Aspekte der EMV im Hinblick auf den geplanten Einsatz berücksichtigen. Dabei gilt es, entstehende Störsignale möglichst an ihrem Ursprungsort zu bekämpfen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit des Systems gegenüber Störungen von aussen, wie auch dem Ausfall von Komponenten im System selbst zu optimieren oder auf Schadensbegrenzung zu trimmen. Hier am Institut ESA verfügen wir über die notwendige Infrastruktur, die uns in Fragen der entwicklungsbegleitenden EMV unterstützen.