Physiklaborant/in

Was heisst das konkret?

Das wichtigste Tätigkeitsfeld des Physiklaboranten ist das physikalische Labor. Gefragt sind hier Vielseitigkeit, geistige Wendigkeit und Improvisation. Deine manuellen Fertigkeiten und umfangreichen Laborkenntnisse einerseits und das theoretische Verständnis der physikalischen Vorgänge und Gesetze andererseits, machen dich zum Bindeglied zwischen Wissenschaftler und Praktiker. Du erlebst die verschiedensten Arbeitsorte: im Labor, wo du mit Mess- und Analysegeräten aber auch mit Lötkolben, Schraubenschlüssel und Zange hantierst. Ausserdem findet man den Physiklaboranten im Reinraum, wo du - mit aus der Halbleiterherstellung gebräuchlichen Anlagen -mikrotechnische Strukturen erzeugst. Handfester Arbeit erfolgt in der mechanischen Werkstatt, wo an Drehbank und Fräsmaschine mechanische Komponenten für einen Versuchsaufbau gefertigt werden.

Was bringst Du mit?

Da für diesen Beruf ein grosser theoretischer Hintergrund erforderlich ist, solltest du Freude am Schulunterricht haben. Ebenso mitzubringen: eine gute Schulbildung in den Fächern Mathematik, Physik, Sprachen (Deutsch, Englisch) und Werken. Interesse an der Technik und an komplexen Sachverhalten, logisches Denkvermögen, schnelle Auffassungsgabe und exakte Arbeitsweise sind für das erfolgreiche Absolvieren dieser anspruchsvollen Lehre ebenso wichtig wie Ausdauer und eine hohe Leistungsbereitschaft zu überdurchschnittlichem Lernen.

Wie verläuft deine Ausbildung?

Die Berufslehre dauert 4 Jahre. Die Grundausbildung in den ersten 2 Lehrjahren findet in verschiedenen Labors statt. Im 3. und 4. Lehrjahr wird das Erlernte in der Praxis (mehrheitlich im Institut für Mikro- und Nanotechnologie) vertieft. Die breitgefächerte Ausbildung erstreckt sich über die ganze Physik. Hauptsächlich wird der Physiklaborant aber in den Bereichen Mikrosystemtechnik, Elektronik, Messtechnik und Materialprüfung ausgebildet.

Karriere

Mit der Berufsmatura (BM) ist für dich der Weg frei zum Bachelor-Studium an einer Fachhochschule. Interessante Möglichkeiten zum Weiterkommen ohne BM bieten die Berufsprüfung, die Höhere Fachprüfung und die Höhere Fachschule.